Die bisher ungeschlagene zweite Mannschaft des SC Yellow Dot verlor das vorletzte und vorentscheidende Spiel um die Meisterschaft der Oberliga Hessen beim direkten Verfolger SC Monopol Frankfurt II deutlich mit 0:4. Damit bestehen nur noch theoretische Meisterschaftschancen. Beide Mannschaften spielten vor toller Kulisse in Bestbesetzung.
In der ersten Begegnung zwischen den beiden Routiniers Holland (Frankfurt) und Rank (Maintal) rechneten sich die Maintaler keine großen Chancen aus, lag doch Rank die ganze Woche noch grippekrank im Bett. So ging Holland auch 2:0 in Führung ehe Rank mit seinem unkonventionellen Spiel zurückkam und zur Überraschung aller zum 2:2-Satzausgleich kam. Im fünften Satz lieferten sich die Kontrahenten dann einen Krimi vom allerfeinsten. Nach ständigen Führungswechseln konnte zunächst Holland seinen ersten Matchball nicht nutzen. Rank konterte und kam seinerseits zu einem Matchball, den die Maintaler noch von einem Sieg träumen lies. Der ausgebuffte und in der Schlussphase etwas glücklichere Holland konnte den Matchball abwehren und sich erneut einen Matchball erarbeiten, den er dann zum 12:10 und zur Frankfurter 1:0-Führung nutzen konnte.
An Position 3 zwischen Limmroth (Frankfurt) und Plickert (Maintal) war ein Sieg für Plickert fest eingeplant. Trotz vieler unerzwungener Fehler von Limmroth war der Maintaler Youngster offensichtlich beeinflusst von der tollen Kulisse. Nach 0:1-Satzrückstand legte Plickert die Nervosität ab und glich mit einem deutlichen Satzgewinn zum 1:1 aus. Auf Maintaler Seite keimte wieder Hoffnung auf, den geplanten Sieg einfahren zu können. Wer glaubte, dass Plickert durch die Steigerung in Satz 2 beflügelt würde, wurde leider eines Besseren belehrt. Er traute sich insgesamt zu wenig zu und ließ neben der erforderlichen Präzision auch die letzte Konsequenz bei seinen Angriffen vermissen. Allein seine tolle Laufarbeit hielt den Maintaler in einer insgesamt durchschnittlichen Partie im Spiel. Mit etwas Glück hätte sich Plickert fast noch in den fünften Satz gerettet, ehe Limmroth sichtlich erleichtert den vierten Durchgang in der Verlängerung mit 13:11 zur Frankfurter 2:0-Führung für sich entschied.
Die Begegnung der beiden bisher jeweils nur einmal bezwungenen Spieler an Position 2, Gracia für Frankfurt und Ritter für Maintal, sollte die Entscheidung für Frankfurt bringen. Ritter konnte anfänglich noch das Spiel diktieren, doch nach gutem Spiel und hoher Führung weder den ersten Satz (nach 8:4-Führung) noch den zweiten Satz (nach 6:1-Führung) nach Hause bringen. Ritter sah sich einem Gracia in körperlicher Top-Form gegenüber, der mit unbedingtem Siegeswillen um jeden Ballwechsel bedingungslos kämpfte und die Gegenwehr von Ritter im dritten Satz, der deutlich an den Frankfurter ging, durchbrach. Mit der 3:0-Führung war das Spiel für Frankfurt entschieden und die Enttäuschung den Maintalern ins Gesicht geschrieben.
Das letzte Spiel der beiden „einser“, Gerhards für Frankfurt und Wetzstein für Maintal, war sportlich bedeutungslos. Die Enttäuschung war dem Mannschaftskapitän Wetzstein während des Spiels deutlich anzumerken, weshalb es nicht überraschte, dass der locker aufspielende Gerhards auch dieses Spiel noch für die Frankfurter mit 3:1 gewinnen konnte.
Auf Grund des Spielverlaufes mit Matchball an Position 4, zweimal knapp am Erreichen des fünften Satzes vorbei auf Position 3 und 1 sowie hohen Führungen im Spiel auf Position 2, stand die niedergeschlagene Mannschaft mit leeren Händen da.
Die Meisterschaft ist für Maintal nur bei einem Sieg in der letzten Begegnung im Mittelpunkt-Sportcenter am 30.04.2012 um 19:30 Uhr gegen die starke Mannschaft aus Darmstadt und gleichzeitiger Schützenhilfe aus Kassel oder Witzenhausen (Doppelspieltag für Frankfurt am 01.04.2012) noch zu erreichen.
Bericht erstellt: Kalli Ritter




